Kurzzeitkredit

Allgemeines

Der Kurzzeitkredit ist eine spezielle Art von Kredit, der bestimmte Anforderungen erfüllen muss. Der Kurzzeitkredit kommt aus Großbritannien und ist in Deutschland noch relativ neu und daher nicht sehr verbreitet. In seiner ursprünglichen Form wird bei einem Kurzzeitkredit ein Betrag zwischen 100 und 3000 Euro geliehen, der jedoch nach sehr kurzer Zeit, in der Regel maximal 30 Tage (in Ausnahmefällen auch 60 Tage), zurückgezahlt werden muss. Natürlich ist es auch bei einem Kurzzeitkredit nötig Zinsen zu zahlen.

Zielgruppe und Besonderheiten des Kurzzeitkredites

Generell erhalten Kunden, beispielsweise von Banken, einen Kredit nach der Bonitätsprüfung. Die Bonität eines Menschen kann durch den so genannten Schufa Score bestimmt werden. Personen mit einem schlechten Schufa Score erhalten in der Regel keine langfristigen Kredite aus Sorge, dass die Raten nicht beglichen werden können. Bei einem sehr kurzzeitigen Kredit hat der Schufa Score jedoch einen geringeren Einfluss, da das Risiko des Kreditausfalls bei dieser Art von Kredit anders ist als bei einem langfristigen Kredit.

Deshalb können oftmals auch Personen mit einem schlechten Schufa Score einen Kurzzeitkredit erhalten. Der Vorteil für den Kunden liegt also oftmals darin, dass Personen, die bei einer Bank keinen Ratenkredit erhalten würden, durchaus einen Kurzzeitkredit erwerben können. Oftmals wird ein Kurzzeitkredit auch dann in Anspruch genommen, wenn Personen bei ihrer Bank keinen Dispokredit haben. Bei unerwarteten Ausgaben, wie beispielsweise einer neuen Waschmaschine, kann dann nämlich durch den Kurzzeitkredit kurzfristig Geld geliehen werden.

Zu den Vorteilen bei dieser Art von Krediten zählt auch, dass das Geld oftmals sehr schnell erhalten werden kann, was eben bei kurzfristigen finanziellen Engpässen hilft. Diese Art des Kredits macht jedoch nur für Leute Sinn die tatsächlich nach Ablauf von 30 Tagen in der Lage sind das Geld (inklusive Zinsen) wieder zurück zu zahlen. Beispielsweise wenn innerhalb von kurzer Zeit ein Gehaltseingang erfolgt, mit dem der Kurzzeitkredit beglichen werden kann. Allerdings gibt es bei den meisten Instituten auch Ausschlusskriterien die das Erhalten eines Kurzzeitkredites verhindern. Dazu zählen beispielsweise die angemeldete Privatinsolvenz, die Veranlassung einer Lohnpfändung oder auch das Vorhandensein eines Haftbefehles.

Beispielrechnung zu Zinsen bei Kurzzeitkrediten

Bei den Kleinkrediten fallen häufig sehr hohe Jahreszinsen an, was als Nachteil von Kleinkrediten gewertet wird. Da die Laufzeit von Kurzkrediten jedoch so kurz ist, ist der tatsächlich zu zahlende Betrag an Zinsen nicht allzu groß, wie folgende Beispielsrechnung verdeutlicht. Angenommen eine Person leiht sich im Rahmen eines Kurzzeitkredites 1000 Euro bei einer Laufzeit von 30 Tagen und einem Jahreszins von 14,4 Prozent. Der Jahreszins würde in diesem Fall 144 Euro betragen. Da das Geld jedoch nur für einen Monat geliehen wird, müssen auch nur für einen Monat Zinsen gezahlt werden. Das bedeutet der Betrag von 144 Euro muss durch 12 geteilt werden. Daraus ergibt sich, dass die Person lediglich 11,2 Euro an Zinsen für ihren Kredit begleichen muss.

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